Jagdscheinverlängerung

Kurz vor Beginn des neuen Jagdjahres und der üblichen Verlängerung von Jahresjagdscheinen ist ein Problem mit dem neuen Waffengesetz bekannt geworden. In anderen Bundesländern werden teilweise keine Jagdscheine verlängert mit der Begründung, es müssten noch Auskünfte des Verfassungsschutzes eingeholt werden.

Dagegen hat nicht nur der Deutsche Jagdverband protestiert und von der Bundesregierung gefordert, diese Irritationen aufzulösen. Denn Unklarheiten im Verwaltungsablauf dürfen nicht zu Lasten derjenigen gehen, die auf ihren Jagdschein angewiesen sind. Auch bei unserer Landesregierung hat sich der Landesjagdverband unverzüglich dafür eingesetzt, den Jagdschein unabhängig von dem Erfordernis einer Verfassungsschutzabfrage zu verlängern. Schließlich war erkennbar, dass die Waffengesetzänderung ausgerechnet in die Zeit fällt, in der die Behörden üblicherweise Jagdscheine verlängern.

Jäger, die ihren Antrag auf Verlängerung des Jagdscheines rechtzeitig stellen, dürfen keine rechtlichen Nachteile durch die Änderung des Waffengesetzes erleiden. Ein fehlender Jagdschein kann nämlich dazu führen, dass ein bestehender Jagdpachtvertrag erlischt. In der Folge kann es zu Schadensersatzforderungen des Verpächters kommen, was Amtshaftungsansprüche gegenüber Behörden und Ländern nach sich ziehen kann. Ohne gültigen Jagdschein besteht für Jäger sogar die Gefahr des illegalen Besitzes von Munition. Selbst die Prüfer und Hundeführer auf Jagdgebrauchshundprüfungen sind auf einen gültigen Jagdschein angewiesen.

Bisher soll es hierzulande die aus anderen Bundesländern gemeldeten Probleme nicht geben. Dabei muss es auch bleiben. Lassen Sie also Ihre Jagdscheine schnellstmöglich verlängern!

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